Herzenssache Sportabzeichen

Günter Spörhase beim StandweitsprungWenn am 17. Mai um 17.00 Uhr im Göttinger Jahnpark der Startschuss für die Abnahme des Sportabzeichens fällt, ist ein alter Bekannter auf jeden Fall wieder dabei: unser Ehrenmitglied Günter Spörhase. Und das gleich in einer Doppelrolle – als Aktiver und als Prüfer. Angefangen hat alles 1957 – für die meisten TWGer „in grauer Vorzeit“, denn die waren da noch gar nicht geboren –, als der heute 81-Jährige die Anforderungen zum ersten Mal erfüllte. Von wenigen Unterbrechungen abgesehen, trat er dann immer wieder an. So konnte er im vorigen Jahr die Auszeichnung bereits zum 50. Mal entgegennehmen. Nebenher und zwischendurch erwarb er auch das Bayerische Sport-Leistung-Abzeichen (15 Mal in Gold), seine Leichtathletik-Aktivität bei der LG Göttingen beendete er 2012 mit dem 25. DLV-Mehrkampfabzeichen.

Als lizensierter Prüfer ist Günter Spörhase seit 1975 tätig – nach seiner Verrentung auch an manchen Vormittagen, wenn es darum geht, ganze Schülergruppen durch die einzelnen Disziplinen zu schleusen. Wie sehr ihm das Sportabzeichen am Herzen liegt, zeigt sich vor allem an der unermüdlichen Geduld, mit der er dafür immer wieder Werbung macht, zuletzt auf unserer diesjährigen Mitgliederversammlung.

Solch ein Engagement ist nicht selbstverständlich. Für Günter Spörhase ergibt es sich folgerichtig aus seinem Lebensentwurf, in dem der Sport einen herausragenden Platz einnimmt. Von Jugend an hat er immer einem Verein angehört, zuerst als Turner und dann mit wachsender Begeisterung als Leichtathlet. Der alten Tuspo ist er nach einigen Ausbildungs- und Wanderjahren 1966 beigetreten, gemeinsam mit seiner Frau Ursula, die später über viele Jahre hinweg der Gymnastikabteilung vorstand. Beide Söhne und die Tochter traten früh in die gleichen Fußstapfen, ihre sportliche Laufbahn begann beim Kinderturnen in der Leineberghalle. Dort, wo er 1973 bis 1996 die damalige Tuspo-Männerturngruppe leitete, also an einer seiner Hauptwirkungsstätten, trifft man Günter Spörhase heute noch regelmäßig einmal die Woche bei der Rückenschule – ein weiterer Grund für seine erstaunliche Fitness. Auch darin ist er – wie in seinem hohen ehrenamtlichen Einsatz – mehr als vorbildlich.