Deutsche Jahrgangemeisterschaften in Berlin: TWG Aktive holen vier Medaillen

Fynn Kunze Jahrgangsmeister über 200 Rücken – erstmals Medaille für Jan Scholz

Vom 28.05. – 01.06.2019 fanden traditionell in Berlin die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften statt. Vier TWG Aktive gingen insgesamt über 14 Strecken an den Start. Am Ende konnte 1 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze und mehrere Top Ten Platzierungen mit nach Göttingen genommen werden.Aktive und Trainer Medaille

Der Reihe nach: Am Dienstag gingen Fynn Kunze (2002) und Jan Scholz (2003) über Nebenstrecken an den Start. Beide beendeten ihre 100 m Freistil Rennen mit neuen Bestzeiten, so dass das Trainerteam mit Karina Grosser und Kerstin Krumbach positiv dem nächsten Tag entgegen blickten. Denn am Mittwoch standen für Fynn 200 m Rücken auf dem Programm, wo er als zweitschnellster seines Jahrgangs gemeldet war und für Jan Scholz die 800 m Freistil, wo es auch für ihn die Möglichkeit gab eine Medaille zu holen. Außerdem startete Abiturient Amon Bode (2001) über 400 m Lagen und 800 m Freistil.

Die 400 m Lagen machten den Anfang. In guter Zeit konnte sich Amon als achter für das Finale qualifizieren. Im Vorlauf konnte Fynn anschließend über 200 m Rücken ganz kontrolliert ins Finale schwimmen. Langstreckler Scholz und Bode sprangen dann über 800 m Freistil ins Becken. Hier lieferte Scholz ein sehr spannendes Rennen, bei dem bis zum Schluss unklar war, ob es zu einer Medaille reichen wird. Am Ende blieb die Uhr bei 8:34,93 (Bestzeit) stehen. Damit belegte er in seinem Jahrgang den dritten Platz und konnte sich erstmals seit Teilnahme bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften über eine Medaille freuen. Auch Amon Bode schwamm ein tolles Rennen, seine Zeit blieb bei 8:48,69 stehen, was Platz sieben bedeutete. Nachmittags begannen dann die Finalabschnitte. Bode ging als achter über 400 Lagen ins Rennen. Bei dieser Platzierung blieb es am Ende auch, wobei er schneller als im Vorlauf war und in 4:52,43 erneut eine Bestmarke setzte. Danach startete Fynn über 200 m Rücken. In einem fulminanten Rennen mit toller Einteilung, bei dem er genau zum richtigen Zeitpunkt das Tempo anzog um seine Gegner abzuhängen, blieben die Uhren bei 2:04,65 stehen, was nicht nur eine neue Bestleistung bedeutete sondern ihm auch die Titel über diese Strecke einbrachte. Gleichzeitig stellte er damit einen neuen Landesrekord für 17jährige auf.

Einen Tag später standen für ihn und auch für den jüngsten im Team, Norwin Onnen Mörer, die Hälfte der Rückendistanz auf dem Programm. Norwin schlug in 1:08,79 an und wurde damit 12. des Jahrgangs 2006. Fynn schwamm schon im Vorlauf zu neuer Bestzeit, im Endlauf konnte er die noch einmal um eine halbe Sekunde nach unten schrauben und holte in 58,33 den Vizetitel über 100 m Rücken. Scholz und Bode traten über 1500 m Freistil an. Beide kämpften bis zum Schluss konnten am Ende das Tempo nicht ganz halten und wurden in 16:59,07 siebter (Bode) bzw. in 16:29,68 vierter (Scholz). Der vierte Platz war in diesem Fall tatsächlich undankbar, denn zum erneuten Treppchenplatz fehlten gerade einmal zwei Zehntel.

Am vierten Tag hatte der TWG nur zwei Aktive am Start. Fynn startete über 200 m Lagen und Jan über 400 m Freistil. Erneut konnte sich Fynn für den Endlauf qualifizieren. Allerdings nicht so deutlich wie über die vorherigen Strecken. Daher war klar, dass es mit einer Medaille eng werden wird. Er erwischte hier leider auch nicht sein bestes Rennen, so dass er am Ende Platz 5 belegte. Jan war von den beiden vorherigen Tagen doch etwas müde und so blieb er über 400 m Freistil und Platz 11 gut zwei Sekunden über seiner bisherigen Bestzeit.

Am Abschlusstag standen für Fynn die 200 m Brust und für Norwin die 50 m Rücken an. In guter Vorlaufzeit von 2:24,07 qualifizierte er sich als dritter für das Finale. Norwin konnte über seine Strecke eine neue Bestzeit erzielen und wurde in 31,65 12. Dabei fehlten ihm nur wenige Zehntel zum Erreichen des Finales. Sein letztes Finale schwamm Fynn am Nachmittag. In einem mutigen Rennen, bei dem er schon zu Beginn ein hohes Tempo gehen musste, um eine Chance auf eine bessere Platzierung als Platz drei zu erzielen, schwamm er die ersten 150 m und lag damit noch auf Platz zwei. Den besseren Endspurt hatten dann aber zwei andere, damit belegte er den dritten Rang und konnte seine Bestzeit noch einmal um zwei Sekunden auf 2:20,19 verbessern.

Das Fazit fällt sehr positiv aus. Obwohl wir nicht die Bedingungen wie an den großen Stützpunkten haben, schafft es der Verein immer wieder, dass TWG Aktive bei diesen Meisterschaften vorne mitschwimmen bzw. sich von Jahr zu Jahr in der Spitze weiter etablieren. So ist Fynn nicht nur das sechste Mal in Folge dabei, sondern hat bisher in jedem Jahr auch Medaillen geholt. Anders Jan Scholz. Noch im ersten Jahr gerade so reingerutscht, zeigen seine Platzierungen von Jahr zu Jahr weiter nach oben und nun wurde er in diesem Jahr mit einer Medaille belohnt. Der jüngste TWG Aktive zeigte auch bei einem großen Ereignis gute Nerven, so dass man hoffen kann, dass er auch im nächsten Jahr wieder dabei sein wird. Für Amon Bode bedeuteten diese Meisterschaften die letzte Teilnahme. Sein Jahrgang ist im kommenden Jahr nicht mehr dabei. Umso erfreulicher, dass er trotz deutlich reduziertem Training wegen Abitur so gute Leistungen zeigen konnte.

02.06.2019/Kerstin Krumbach

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(Stand 1. Mai 2020)